ca. 330 Wörter · für Porträts, Features und lange Vorstellungen
Simon Beier ist ein deutscher Autor, der an der Schnittstelle von Selbsthilfe, Philosophie und Literatur schreibt. Seine Bücher kreisen um eine der ältesten Fragen des Denkens: Wie lebt man gut und richtig?
Sein Weg zum Schreiben war nicht vorgezeichnet. Nach einer Ausbildung arbeitete er zunächst in den Bereichen Wirtschaft, Kommunikation und Technologie. In seiner Kindheit wurde bei ihm eine Lese-Rechtschreibschwäche festgestellt. Später wurde bei ihm ADS, eine Aufmerksamkeitsstörung ohne ausgeprägte Hyperaktivität, festgestellt. Er selbst beschreibt sich als klassischen Träumer – als jemanden, dessen Aufmerksamkeit leicht abschweift und dessen Gedanken dabei nicht selten ihre eigenen Wege gehen.
Die Erfahrungen mit Aufmerksamkeit, inneren Gedankenwelten und dem Gefühl, nicht immer in vorgegebene Strukturen zu passen, prägen seine Perspektive als Autor. Sie fließen unter anderem in »Das Buch des Staunens« und »Willkommen in Habitville« ein. Dabei versteht Beier seine persönliche Geschichte nicht als fachliche oder medizinische Qualifikation, sondern als Ausgangspunkt für Fragen, Recherche und eigenes Nachdenken.
Sein persönlichstes Sachbuch ist »Der Preis du zu sein«. Das darin beschriebene People-Pleasing zeigte sich in seinem eigenen Leben besonders stark im privaten Umfeld. Über längere Zeit stellte er die Bedürfnisse und Erwartungen anderer über die eigenen und verlor dabei zunehmend den Kontakt zu seinen persönlichen Grenzen. Die Auseinandersetzung mit dieser Erfahrung wurde zu einer wesentlichen Grundlage des Buches. Im Juli 2026 erreichte der Titel Platz 9 in der Amazon.de-Kategorie Sozialisation.
Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt sich Simon Beier intensiv mit philosophischen Fragen. Was als private Lektüre begann – von den Stoikern über Buddha bis zu Nietzsche –, wurde zum Kern seines Schreibens: philosophische Ideen verständlich zu machen, ohne sie auf einfache Lebensweisheiten zu reduzieren. Gemeinsam mit seinem Bruder Lukas veröffentlichte er die dreibändige Reihe »Philosophie für Einsteiger«.
Der Südkurier porträtierte die Brüder 2025 unter dem Titel »Zwei Brüder, ein Traum: Bücher über den Sinn des Lebens schreiben«. Simon Beiers Bücher richten sich an Menschen, die persönliche Entwicklung ernst nehmen, aber auf Esoterik und leere Versprechen verzichten möchten. Sein erster Roman, der Klimathriller »Das Zittern der Blätter«, erschien 2025 bei story.one.